Über mich

Mein Name ist Georg Bichler, geboren 1956 in Altenmarkt an der Alz. Mein Interesse galt zunächst der Molekulargenetik. Es hat sich dann in Richtung Entwicklungsbiologie gewandelt und nun auf die neuere Biologie ausgedehnt, wo Begriffe wie Intentionalität, Agententum, Cognition bedeutsam wurden.

Ich war zunächst an der Uni München, habe dort über die Entwicklung von Dictyostelium discoideum promoviert. Das Thema war die Ausbildung eines bestimmten Zelltypverhältnisses in Abhängigkeit von bestimmten Zellinternen und -externen Signalmolekülen bei Schleimpilzen.

Danach habe ich 25 Jahre lang als Waldorflehrer in Kempten und Daglfing in der Oberstufe Biologie und Chemie unterrichtet. Dabei bin ich mit den Büchern von Ernst Haeckel in Berührung gekommen.

Interessanterweise hat Ernst Haeckel, ein Entwicklungsbiologe, den Rudolf Steiner sehr schätzte, einen Agenten basierten Ansatz vertreten. Dies belegt ein Aufsatz mit dem Titel "Zellseelen und Seelenzellen", der im Jahre 1878 erschien. Er vertritt darin die Meinung, dass auch einzelne  Zellen einen eigenen Willen haben und ein Selbst, das sie verteidigen.  Fruchtbar wurde dieser Ansatz von Haeckel für mich jedoch erst als ich schon in Rente war und die Youtube Videos von Michael Levin sehen konnte, der ein neues Verständnis für die Bioelektrik der Morphogenese entwickelt hat und einige spannende Ideen und Begriffe in die Diskussion der Entwicklungsbiologie einführte.

Originalcover des Vortrags von 1978

 In dem folgenden Video über einen Einzeller (Lacrimaria) sieht man noch einmal ähnlich wie bei dem Viedeo "Neutrophil jagt Bakterium", wie sehr es  passt, das Verhalten von Zellen als beseelt oder cognitiv zu bezeichnen. . 


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Bisher war den meisten Biologen und auch mir nicht klar, dass das Verhalten von einzelnen Zellen aus den bekannten Bausteinen von Organismen kaum zu erklären ist. Eine einzelne Zelle hat nämlich kein Nervensystem, sodass man keine Ahnung hat, wie die Zelle so schnell reagieren kann, und worauf das Verhalten wirklich basiert.

Animation von wesentlichen Vorgängen in der Zelle

Transkription, Translation, Aufbau von Mikrotubulie, Bewegung von Vesikeln mit Hilfe von Motorproteinen.

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Die ungeheuere Masse an Molekülen , die sich im Zytoplasma befinden wurden hier aus didaktischen Gründen weggelassen. Trotzdem bekommt man einen Einblick in die erstaunliche Komplexität zellulärer Vorgänge.

Es musste  ein Paradigmenwechsel stattfinden, um dieses Verhalten zu erklären. Ein Paradigma, dass auch beinhaltet, dass Bewußtsein nicht so einfach über neuronale Korrelate zu´erklären ist, wie Francis Crick sich das 1995 vorgestellt hat. Verbunden damit ist auch die Verabschiedung der Vorstellung, Leben in einfacher Weise rein mechanistisch verstehen zu können. Etwas verstehen heißt nach dem großen Pysiker Feynman, etwas erzeugen zu können aus seinen Bestandteilen.

Ein wesentlicher Aspekt bei lebenden Organismen ist, dass sie sich um etwas sorgen und Absichten haben. Dies trifft auch schon auf Einzelzellen zu und ist ein weiterer wesentlicher Aspekt der Cognition