Teil 1. Cognition bei Zellen
Paradigmenwechsel in der Biologie


Teil 2. Denken (Cognition) und Sprache

Wittgenstein, Goethe, Hegel, Brandom, Lakoff

Findet sich im hinteren Abschnitt bei Mehr (Events)

Teil 3. Rilkes Religion

NIcht konventionelle Religon von Goethe, Wittgenstein, Rilke bis Kafka und Celan

Einführung zur Cognition bei Zellen: 

Es hat sich in den letzten 20 Jahren ein Paradigmenwechsel, ein Umdenken bezüglich der Vorstellung von wesentlichen Aspekten bei Einzellern und Bakterien vollzogen. Man hielt nämlich Lebewesen erst  dann für cognitiv - gemeint ist damit das Auftreten von Wünschen, Absichten, Präferenzen, Entscheidungen, Gedächtnis und Vorausschau - wenn ein komplexes Nervensystem vorhanden war. 
Nun ist klar, dass diese Fähigkeiten und Verhaltensweisen schon bei Bakterien vorkommen.
Deren Stoffwechsel und deren morphogenetische Prozesse dienen dem Überleben; Sie sind funktionell, folgen einem Ziel, im Gegensatz zu Stoffumwandlungen in der unbelebten Natur. 
Beide Prozesse, Stoffwechsel und Morphogenese, sind unvorstellbar komplex. Ihre Existenz setzt einen hohen Energiedurchsatz voraus, der gezielt aufrechterhalten wird. Man nennt diese Funktion der Aufrechterhaltung "Homeostase". Dies ist ein Prozess, der nach Addy Pross bei Lebewesen ohne Cognition nicht möglich ist. 
Ich möchte auf dieser Webseite diesen Paradigmenwechsel klar darstellen und auf seine Bedeutung bei der Entstehung des Lebens, in der individuellen Entwicklung und bei der Evolution hinweisen.

Themen, die genauer beleuchtet werden:


Die Zelle als  Basiseinheit 

des Lebens


Abschied vom 

Maschinenparadigma


Komplexität der Zellvorgänge


Die cognitive Zelle


Die Bioelektrik der

 Morphogenese


Biorobotik und Intelligenz


Cognition basierte Evolution


Entstehung des Lebens


Die Zelle als Basiseinheit 

des Lebens

 

Die Einheit des Lebens ist die Zelle. Fast jeder neue Organismus beginnt sein Leben mit einer einzelnen Zelle. Ausnahmen bilden vegetative Vermehrungen, wie z.B. bei Stöcklingen oder Zweiteilungen von Organismen, wie z.B. bei Plattwürmern. 

Die Zelle ist eine hochorganisierte dynamische Struktur, die in der Lage ist, sich selbst zu reproduzieren. 
Die Organisation der Zelle ist komplex. Für bestimmte Funktionen ist sie mit sehr kleinen Organen bestückt, die aufgrund ihrer Winzigkeit als Organellen (siehe Graphik) bezeichnet werden. Entscheidende Organellen sind der Zellkern, in dem die Erbinformation (DNS) gelagert ist; die Mitochondrien, die der Bereitstellung der Energie dienen; der Golgi-Apparat, der eine Art Poststation für Moleküle ist und die Ribosomen, die für die Erzeugung von Proteinen zuständig sind. Außerdem gibt es noch einige Filamente, die für Transport und Bewegung zuständig sind.




Eine Membran, die Zellmembran, erzeugt einen Innenraum, der im Austausch mit dem Raum außerhalb der Zelle steht. Sowohl Energie als auch chemische Stoffe werden ausgetauscht. 

D.h. die Zelle nimmt hochorganisierte Substanzen, wie z.B. Zuckermoleküle auf und setzt sie unter Freiwerden von Energie in einfache Verbindungen wie Kohlendioxid und Wasser um (Katabolismus). Dabei werden große Energieportionen (Zucker) zu kleinen Portionen (ATP) umgewandelt, die es der Zelle erlauben eigene Substanzen aufzubauen oder Bewegungen ermöglichen (Anabolismus). Erfolgt diese Umwandlung mit Hilfe von Sauerstoff, so spricht man von Atmung. 



Abschied vom 

Maschinenparadigma

Grundsätzliche Unterschiede zwischen Maschine und Zelle


Mit Descartes im 16. Jahrhundert wurde eine mechanistische Sichtweise des Lebens eingeläutet. Descartes hat die Tiere, aber nicht die Menschen, als unbeseelte  Maschinen betrachtet. La Mettrie im 18. Jahrhundert hat schließlich auch den Menschen als Maschine angesehen. Eine typische Maschine ist z.B. eine Dampfmaschine oder eine Uhr.
 
Ich will nun begründen warum Zellen keine Maschinen sind, auch wenn sie in ihren Bestandteilen bis in den Nanobereich immer besser verstanden werden, sodass auch die moderne Biologie lange Zeit zu dieser mechanistischen Vorstellung von Lebewesen tendierte und immer noch stark von diesem Bild gefangen ist (siehe Bild)

Maschinen unterschiedlicher Größenordnung


Ein grundsätzlicher Unterschied zwischen der Zelle und einer Maschine 

(Schlüssel-Schloss Prinzip)

Wenn Sie die Bestandteile einer Uhr auf einen Tisch ausbreiten und dann zusammenbauen wollen, brauchen Sie eine genaue Beschreibung der Teile und die Anleitung wie und in welcher Reihenfolge sie zusammenzufügen sind. 

Wenn Sie hingegen die Bestandteile einer Zelle in einen Wassertropfen geben und ihn ein wenig erwärmen, dann haben Sie eine große Chance, dass sich viele Bestandteile von selbst zusammenlagern, wenn die Temperatur des Wassers zwischen 1 ° und 40 ° Celsius beträgt. Der Grund dafür liegt darin, dass die Vorgänge in der Zelle nach dem Schlüssel Schloss Prinzip funktionieren und die Bewegung des Mediums, nämlich Wasser,  ausreicht, dass die verschiedensten Schlösser ihren Schlüssel finden 
(siehe Enzymbild)

Die Umwandlung von Stoffen in Zellen erfolgt mit Hilfe von Biokatalysatoren, den Enzymen. Sie funktionieren nach dem Schlüssel Schloss Prinzip. Aber auch alle anderen Vorgänge in der Zelle gehorchen diesem Prinzip: wie z.B. Signale und ihre Rezeptoren, Antikörper und Antigene, Viren und ihre Andockstellen in den Zellen, Ionen kanäle, Transportsysteme usw.

 

Dissipative Strukturen, Homeostase, das Kantsche Ganze, Unterscheidung zwischen selbst und fremd


Die Zelle unterscheidet zwischen Innen- und Außenwelt. Sie besitzt im Inneren ein bestimmtes Milieu, das sie gezielt aufrechterhält. Die Aufrechterhaltung der Gestalt und Physiologie bezeichnet man bei einem Lebewesen als Homeostase. Sie ist nur aufgrund eines Durchflusses von Energie möglich. Man spricht von einer dissipativen Struktur (durchströmten Struktur), deren Gestalt aufgrund ihrer Kinetik stabil bleibt. Es handelt sich dabei um eine DKS-Struktur (Dynamic Kinetik Stability). Eine Unterbrechung des Energiedurchflusses führt zur Zerstörung der Zelle und damit zum Tod des Lebewesens.
Beispiele für solche DKS-Strukturen sind z.B. eine Wasserfontäne oder Benar`sche Zellen (siehe unten). Diese beiden Phänomene unterscheiden sich jedoch in dem Punkt, dass die Wasserfontäne keine unerwartete spontan gebildete Struktur ist, die Benar`schen Zellen jedoch schon. Es entsteht hier wie aus dem Nichts eine geordnete dynamische Struktur. Dasselbe gilt bei Lebewesen. D.h. Benar´sche Zellen haben eine größere Ähnlichkeit mit Lebewesen als Wasserfontänen; sie unterscheiden sich jedoch in einem Punkt von diesen; Sie sind nicht zum Aufrechterhalten ihres Zustands weit entfernt vom thermodynamischen Gleichgewicht in der Lage; sie sind nicht homeostasefähig, wie z.B. eine Zelle, die aktiv Futter aufsucht oder eine Lerche, die über einem Feld in der Luft steht, ohne abzustürzen.
Charakteristisch für Maschinen ist, dass sie diese Durchströmung von Energie nicht benötigen, um ihre Struktur aufrechtzuerhalten. Der Motor eines abgestellten Autos behält seine Gestalt und bleibt funktionsfähig.

Die Zelle ist ein Kantsches Ganzes. D.h. die Teile sind nötig, damit das Ganze erhalten bleibt und das Ganze sorgt für die Bildung der Teile. Bei einem Motor trifft das nicht zu. Ein arbeitender Motor trägt nicht dazu bei seine Struktur zu erzeugen. Aber bei einem zyklischen chemischen Prozess, ist genau das der Fall.
A -> B->C-> A. Derartige Zyklen gibt es unzählige in der Zelle, wie z.B. den Krebszyklus.  D.h die Zelle ist ein Kant´sches Ganzes im Gegensatz zu einer Maschine. Derartige Zyklen führen zu autokatalytischer Verstärkung der Prozesse und damit zu ihrer exponentiellen Beschleunigung.                                                                                                                                                                                                               
Die Zelle unterscheidet zwischen selbst und fremd, und sie muss ihre Integrität vor allem gegen andere Organismen verteidigen. Schon Bakterien enthalten komplexe Immunmechanismen, die es ihnen z.B. ermöglichen fremde DNA, z.B. die DNA von Viren zu erkennen. Die bekannte Genschere Crispercas9 basiert auf dieser Fähigkeit.
 

 

Benar`sche Zellen (Dissipative Struktur)

Die Benar`schen Zellen entstehen spontan, wenn man Wasser in einer Petrischale erhitzt. Es sind Strömungstrukturen mit 6-seitigen Zellen, die sich spontan bei einer gewissen Temperatur in einer mit Wasser gefüllten Petrischale bilden, wenn die Schale von unten erhitzt wird.
Sie sind das typische Beispiel für eine dissipative Struktur, die eine dynamische kinetische Stabilität (DKS) besitzt.


Komplexität der Zellvorgänge



In den letzten 30 Jahren hat sich die Sichtweise, Zellen als Maschinen zu betrachten,  etwas modifiziert. Man hat nicht nur die biochemischen Prozesse im Laufe der Zeit genauer verstanden und auch die Vererbungsprozesse auf Nanoebene immer besser durchschaut, sondern auch die Komplexität des molekularen Geschehens besser begriffen und gesehen, dass auf nanomolekularer Ebene Entscheidungsprozesse stattfinden, deren kausale Abfolgen wir nur noch als Vorgänge von schwarmartiger Intelligenz begreifen können. Ein solcher Prozess ist z.B. die Mikrotubulibildung bei der Zellteilung (Siehe Microtubulivideo). 


Mikrotubuli in Aktion bei der Verteilung der Chromosomen auf die Tochterzelle


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Die Lage der Chromosomen wird mit Hilfe der Microtubuli auf die mittlere Zellebene, die sogenannte Äquatorialebene ausgerichtet. Im Lichtmikroskop kann man mit Hilfe von Zeitraffervideos diesen Vorgang beobachten. Wie von Geisterhand geführt, bewegen sich die zweichromatidigen Chromosomen an die richtige Stelle. Bei dieser Animation sieht man, wie man sich diesen Prozess auf molekularer Ebene vorstellt. 

Die cognitive Zelle

Philosophie des Bewusstseins, 


Unser Bewusstsein ist immer noch eine undurchdringliche Bastion für die Wissenschaft.
Trotzdem sind wir sicher, dass das Gehirn und das Bewußtsein in enger Verbindung miteinander stehen. Der berühmte Biologe Francis Crick hat 1995 verlauten lassen, dass die Philosophen sich nun 2000 Jahre ohne Erfolg mit dem Bewusstsein beschäftigt haben und nun die Molekularbiologie am Zuge ist, um in Form von neuronalen Korrelaten des Bewußtseins (NCC = neuronal corellates of consciousness) diesen Zusammenhang aufzuklären.

30 Jahre später ist allerdings das Rätsel geblieben. Inzwischen wird das Erleben der Welt als das harte Problem des Bewusstseins (David Chalmers) bezeichnet. Eine am weitesten entwickelte Theorie für die Untersuchung der NCC ist die integrale informations Theorie (IIT) von Tononi, die von dem Phänomen Bewußstsein als Basis ausgeht.

Nun blickt man auch auf die einzelne Zelle eines Organismus in anderer Weise als noch vor 30 Jahren, als man die Begriffe "Bewußtsein" und "Cognition" nur für Organismen mit Komplexen Nervensystemen verwendete. 

 

Cognitive Verhaltensweisen 

bei einzelnen Zellen 


Leben und Cognition
 
Es wurde in den letzten 20 Jahren immer klarer, dass sobald Leben auftritt, die Beschreibung des Vehaltens auch des einfachsten Lebens, nämlich das einer Bakterienzelle, am treffendsten mit Begriffen der Cognition wie Absicht, Entscheidung, Agententum, Preferenz, Selbst, Gedächtnis und so weiter zu charakterisieren ist. Wie wir oben gesehen haben, ist die Homeostasefähigkeit der Schritt der thermodynamisch gesehen das Leben von der unbelebten Materie unterscheidet. Addy Pross (2016) vermutet bei diesem Schritt den Übergang von der Chemie zur Biologie

Eine sehr wichtige Eigenschaft der Zelle ist ihre Sensualität, d.h. ihre Wahrnehmungsfähigkeit. Sie nimmt mechanische, verschiedene chemische, elektrische  und teilweise elektromagnetische Reize wahr. Die Zelle wird deshalb als sentient bezeichnet. Dies ist ein vorsichtiger Ausdruck für einen alltagssprachlichen Begriff, quasi ein Synonym für den, den wir bei Menschen verwenden würden, nämlich "fühlend". Um zu wissen, wie sich etwas anfühlt, braucht man Bewusstsein. Es stellt sich also durchaus die Frage: hat eine Zelle Bewusstsein?

Die Zelle kann auch entscheiden, was gut oder schlecht für ihr Überleben ist, z.B. indem sie sich in ihr bevorzugtes Milieu bewegt. Hat sie deshalb einen eigenen Willen?
 

Neutrophile Immunzelle jagt ein Bakterium im Blut eines Menschen

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Wie der Versuch der Lebenserhaltung, d.h der Erhaltung des Selbst, von einer sentienten neutrophilen Immunzelle und einem Bakterium aussieht, können Sie in dem folgenden Video  verfolgen, in dem der Einzeller ein Bakterium auf eine Weise jagt, wie man es sonst eher bei einer von einem Jaguar verfolgten Gazelle sieht.

Fällt mit dem Maschinenparadigma auch das Konzept der causalen Determiniertheit in der Biologie? 

Sofern Quanteneffekte betrachtet werden, wie man sie z.B. bei der Photosynthese vermutet, muss man dies sicher bejahen und das Konzept aufgeben; denn bei diesen Effekten waltet der absolute Zufall. Anton Zeilinger, der wiener Quantenpapst, charakterisiert ihn mit folgenden anschaulichen Worten: Auch der liebe Gott weiß nicht, wann und wo der nächste Effekt stattfindet, wie z.B. der Zerfall eines einzelnen Atoms.

Bei allen anderen klassischen Effekten ist es nicht nötig das Konzept der Determiniertheit aufzugeben.
 Eine Besonderheit sind dabei chaotische Phänomene, die man mit Algorhythmen des deterministischen mathematischen Chaos beschreiben kann, wie z.B. Wetter- oder Populationsphänomene, denn hier kommt es zum sogenannten Schmetterlingseffekt. Dieser Effekt ist typisch für Naturphänomene, die man durch nichtlineare Gleichungen erklären kann und bedeutet, dass ein Flügelschlag eines Schmetterlings einen Tornado auslösen kann. Die meisten biologischen Phänomene folgen diesem Prinzip. Die Besonderheit ist jedoch ihre Sensitivität bezüglich winziger Veränderungen, die ihr Verhalten chaotisch und damit zufällig erscheinen lässt.

Cognitives Verhalten und Determiniertheit
Wenn wir von cognitivem Verhalten der Zellen sprechen, dann beschreiben wir Zellen mit anthropomorphen Worten, die unser eigenes Verhalten als Menschen beschreiben könnten. Die Zellen wollen, intendieren, verfolgen bestimmte Ziele, erinnern sich und sehen voraus, sind autonom wie ein handelnder Mensch, können fremd von selbst unterscheiden.

Mit diesen Worten würden wir keine Maschine beschreiben, deren Verhalten völlig voraussehbar und deterministisch abläuft; wie ist es aber mit dem Verhalten von Zellen?

Michael Levin zieht sich aus diesem Problem heraus, entscheiden zu müssen, ob Zellen völlig causal determiniert sind oder nicht, indem er eine operationale Definition für intelligentes cognitives Verhalten aufstellt: Eine Zelle oder ein Agent handelt dann intelligent, wenn Sie bzw. er in der Lage ist, ein Problem auf zwei unterschiedlichen Arten zu lösen (siehe das Beispiel Picassofrogs).

D.h. wir nutzen das Begriffsarsenal der Cognition, weil wir damit unsere Zellen besser beschreiben können. Levin enthält sich der Meinung, ob es dann nur beim Menschen wahre Intention oder wahres Gedächtnis und bei Tieren oder anderen Agenten nur Als-Ob Formen dieser Begriffe gibt. Die Frage nach der Freiheit von Menschen oder Zellen hat er sich dadurch auch entledigt. D.h. wir haben nun das Begriffsinventar über diese oprerationale Definition geschaffen, sodass experimentell die Forschung vorangetrieben werden kann, ohne sich irgendwelchen Spekulationen hingeben zu müssen.

Diese cognitiven Merkmale der Zelle zeigen, dass sich gerade ein Paradigmenwechsel in der Biologie– weg vom Maschinencharakter des Lebens und hin zu einem cognitiven, Agenten basierten Ansatz -vollzieht, obwohl sich gleichzeitig die Erforschung auf molekularer Ebene weiterhin sehr erfolgreich auch in mechanistischer Hinsicht gestaltet.
Die Vorgänge auf dieser Ebene sind jedoch so komplex, dass man momentan keinen Weg gefunden hat, diese Komplexität zu durchdringen. Regulationsphänomene werden nur partiell verstanden.

Dieser Paradigmenwechsel, der immer deutlicher zu Tage  tritt, geht in Richtung Panbiopsychismus, die Ernst Häckel schon  im Jahre 1878 befürwortet hat. Haeckel hat seine Vorstellungen dazu in seinem Aufsatz „Zellseelen und Seelenzellen" dargelegt, in dem er schon die einzelnen Zelle für beseelt hält, genauso wie den gesamten Organismus in seiner Multizellularität.
Haeckel konnte natürlich noch nicht auf die erst kürzlich eingeführte Begrifflichkeit der heutigen  Cognitionsforschung zurückgreifen. Dass er jedoch in diese Richtung gedacht hat, zeigen seine Schriften.

 Natürlich ist in unserer Zeit der Begriff "Seele" ein tief religiös gefärbter Begriff, der bei der Beschreibung von Zellverhalten von dem der Cognition abgelöst wurde.


Bioelektrik und Morphogenese


Programmierung und Reprogrammierung auf 

unterschiedlichen Ebenen 


In der Entwicklungsbiologie zeigt vor allem Michael Levin auf, dass die Bedeutung der Bioelektrizität als wichtiger Aspekt in der Morphogenese von Lebewesen übersehen wurde. Denn mit bioelektrischen Signalen hat man bisher vor allem das Feuern von Nervenzellen verbunden, die zur Bildung von Gedanken oder Muskelbewegungen dienen. Nun wurde klar, dass schon Bakterien spannungsabhängige Ionenkanäle besitzen und sie dadurch speziell die Morphologie von Bakterienzellverbänden organisieren können.

Levin bringt die Idee der Programmierung des Schicksals einer Zelle in der Morphogenese auf verschiedenen Ebenen ins Spiel. Früher hat man diese Programmierungsvorgänge als Determinierung bezeichnet.
Levin vergleicht diese Programmierbarkeit der Zellen mit der eines Computers, der auf unterschiedlich hohen Ebenen programmierbar ist, angefangen von der Hardwarebene der Verkabelung über die Softwareebenen des Binärcodes von  0 und 1, über einen hex- Code, bis hin zum ausgefeilten Code z.B. eines Word Programms auf höchster Ebene.

Eine ähnliche Hierarchie von Codearten sieht er auch bei Zellen, z.B. die auf biochemischer oder jene, die auf bioelektrischer Ebene zur Programmierung und Reprogrammierung der Gestalt verwendet werden können. Für die niedrigste biochemische Ebene der Programmierung kann man die der homeotischen Gene und ihre Morphogengradienten rechnen, während man für die Reprogrammierung über bioelektrische Signale die Erzeugung von Kopfstrukturen bei Plattwürmern als Beispiel nehmen kann.
Medizinisch ist dies interessant, weil diese Reprogrammierung auf bioelektrischer Ebene auch bei einigen Tumoren gezeigt werden konnte.

Verbindung der Bioelektrik mit Bewußtsein
Michael Levin bezeichnet die Bioelektrik auch als den Klebstoff für einen Organismus. Sie hält ihn zusammen, z.B. Bei einer Narkose werden die Ionenkanäle geschlossen und so die Zellen bioelektrisch voneinander isoliert. Die Folge ist der Verlust des Bewusstseins.

Eine Programmierung auf höchster Ebene ist es, wenn man Mäuse darauf trainiert z.B. in einem Labyrinth den Ausgang zu finden. Die Mäuse besitzen mit ihrem Bewußtsein ein Interface,  das man über assoziatives Lernen zur Programmierung verwenden kann.

Auch der Placeboeffekt kann als eine Reprogrammierung von Schmerz- und anderen Zellen auf höchster Ebene angesehen werden.

Ähnlich funktionieren Schockvorgänge, wie sie z.B. bei Soldaten auftreten, die mit zerfetzten Armen, ohne Schmerzen zu fühlen, weiterkämpfen.

Bestimmte traumatische psychische Vorgänge können in wenigen Minuten die Haut eines Menschen mit roten Pusteln übersähen.

Für derartige Hautausschläge ist belegt, dass sie durch
Hypnose  wieder zum Verschwinden gebracht werden können.

Michael Levin betont immer wieder, dass man mit Worten und entsprechendem Setting viele Drogenwirkungen auslösen kann, sodass die Medizin der Zukunft viel mehr über die höchste Interfaceebene, nämlich über das Bewusstsein funktionieren wird. 

Natürlich ist es kein Spezialphänomen, wenn das Bewusstsein auf molekularer Ebene auf das Zellgeschehen einwirkt, denn auch momentan werden in jeder der Sekunde der Herzschlag aber auch alle anderen Prozesse, wie z.B. Genexpressionen (Proteinherstellungen) in einem Organismus von unseren Emotionen beeinflusst, sodass der Cocktail von Molekülen in unserem Blut ständig auch unseren psychischen Zustand wiederspiegelt..

Voraussetzung für einen gezielten Einsatz des Bewusstseins ist, dass wir diese Verbindung des Bewußtseins zur molekularen Ebene genauer durchschauen. Dass wir es als Interface für diesen Prozess betrachten können, hat Levin mit seiner Einführung von Computerbegriffen gesorgt. Forschungen im Bereich der Hypnose, lassen darauf schließen, wie es in der Medizin tatsächlich zur Anwendung kommen kann.  

In dem folgenden Bild sieht man einen Plattwurm der durch Veränderung der bioelektrischen Umgebung so umprogrammiert wurde, dass er nun 2 Köpfe besitzt.
Dieses Muster bleibt dann stabil, auch wenn der Plattwurm sich durch Zweiteilung vermehrt. 

Ein Plattwurm verändert seine Form durch  Reprogrammierung über die Bioelektrik

Regenerationsphänomene beim Axolotl 

Beim Axolotl  gehören diese Regenerationen von Gliedern, Augen, Kiefer, Teile des Gehirns und des Schwanzes zum normalen Regenarationsprogramm. Den Algorhythmus für dieses Programm hofft man zu verstehen, um durch einen medizinischen Eingriff diese Vorgänge auch beim Menschen möglich zu machen.
Wie dies bei Fröschen geht, sehen Sie im nächsten Bild.

Regeneration von Froschgliedern 

durch Induktion der Regeneration mittels einem das Muster der Bioelektrik verändernden Cocktail.


Durch diesen Cocktail werden die amputierten Frösche auf einen früheren Setpoint zurückgesetzt, von dem aus die erneute Ausbildung des Beines möglich ist. Adulte Frösche besitzen im Vergleich zu Axolotls diese Fähigkeit der Regeneration normalerweise nicht. Ähnliche Versuche wurden auch mit Mäusen durchgeführt, jedoch bisher ohne Erfolg.

Wohin soll das Verständnis der Bioelektrik in der Medizin hinführen und in welchem Bereich der Molekularbiologie sind wir jetzt schon gut aufgestellt

Auf Genexpressionsebene hat die Biologie große Fortschritte gemacht, auf den höhern Programmierungsebenen noch nicht, aber wir können die Möglichkeiten erahnen

Spannungsabhängige Farbstoffe ermöglichen eine Untersuchung des bioelektrischen Musters, das man verstehen muss, um Reprogrammierungen vornehmen zu können.

Für Levin ist ein wichtiges Ziel, die Algorithmen für die morphogenetische  Entwicklung eines Individuums auf der Ebene der Bioelektrik zu verstehen, um die Erkenntnisse auch für die Medizin nutzbar zu machen:
Z. B. für die Regeneration von Organen oder Gliedern (siehe Bild), aber auch für  die Krebsheilung oder sonstigen Fehlbildungen.


Biorobotik 

Biorobotik und Regeneration

Interessant bei Levin sind auch die Pikassofrogs (siehe unten), Biobots und Frogalotls. Diese Projekte gehen in die Richtung der Biorobotik. 

Er dehnt dabei die Ingenieurwissenschaft von Operationen mit toten Gegenständen (Legosteine) auf Einheiten aus, die eine eigene autonome Reaktivität zeigen, d.h. auf lebende Zellen. 


Picassofrogs

Sogenannte Picassofrogs entstehen durch Lageveränderung des Augengewebes während der Entwicklung. Erstaunlicherweise kann der Frosch auch bei dieser Störung der normalen Entwicklung einen normalen kopf ausbilden mit normaler Augenlage.

Diese Picassofrogs sind gleichzeitig ein Beispiel für ein hochintelligentes Gewebe, dass sich normal entwickelt trotz massiv die Lage verändernden  Eingriff in der Entwicklung des Froschkopfes 

Biorobotik und Intelligenz

Hierbei ist die Definition der Intelligenz, wie Levin sie verwendet wichtig. Er übernimmt sie von William James; sie lautet folgendermassen: Als intelligent bezeichnet man einen Handelden, der die Fähigkeit besitz, ein Problem auf mindestens 2 verschiedene Arten lösen zu können. Diese Definition fordert gewissermassen ein Wesen oder einen Handelnden der entscheidet, welcher Weg einzuschlagen ist. Um die Spanne der Problemlösungkompetenz (Intelligenz) zu verdeutlichen, vergleicht Levin, die sich anziehenden Pole von Magneten mit dem komplexen Geschehen der Vereinigung von Romeo und Julia.

Ein wesentlicher Aspekt bei lebenden Organismen ist, dass sie sich um etwas sorgen, Absichten und Ziele haben.

Heidegger hat in seiner Darstellung der  Existentialien ( in Sein und Zeit) - das sind die Träger  der entscheidenden Aspekte unseres Lebens - "die Sorge" als zentralen Punkt hervorgehoben. D.h. er hält die Sorge für eine der wesentlichsten Eigenschaften des Menschen.
Möglicherweise ist die Sorge auch ein grundsätzlicher Unterschied zwischen menschlicher und künstlicher Intelligenz.

Levin sucht mit einem Sorgebereich einem sogenannten Carekegel einen Maßstab für Intelligenz zu finden. Raumzeitkegel kennt  man von der Erläuterung  der Einsteinschen Relativitätstheorie. 

Z.B. Bakterien haben einen kleinen Carekegel mit einem Raumkegel mit maximal wenigen Zentimetern  und einen Zeitkegel (Vorausschau, Gedächtnis) von wenigen Minuten bis Stunden. Beim Menschen ist dieser Carekegel natürlich riesengroß, räumlich im Prinzip das ganze Universum, zeitlich ist dieser Kegel potentiell unendlich.
 
Diese Carekegel Vorstellung ist auch bei den meisten Religionen der Maßstab für die Entwicklungshöhe eines Menschen. Ihr Ziel ist es, im mysthischen Erleben mit der Welt Eins zu werden: Tat tuam asi (Das bist du) auf sanskrit. Das ist dann der Fall, wenn du dich in der Welt erkennst und dich mit ihr Eins fühlst.


Cognitions basierte Evolution

 Cognition-Based Evolution ist die erste umfassende Alternative zum Neodarwinismus des 20. Jahrhunderts und schlägt einen radikalen evolutionären Rahmen für das 21. Jahrhundert mit einem neuartigen Ausgangspunkt vor: Alle Zellen sind intelligent und müssen unsichere Umweltinformationen messen, um sich selbst zu erhalten. In der cognitionsbasierten Evolution wird das Leben durch Cognition definiert. Aus dieser Haltung heraus verwandelt sich die Evolutionsbiologie in die Wissenschaft des Warum, Wie, Was und mit Wem Zellen unter stressigen Umweltbedingungen kommunizieren. Der Kontext des Lebens ist unsichere Umweltinformation, Kommunikation ist sein Mittel, und Gene sind seine Werkzeuge. Evolution ist ihre Ausbeute als kontinuierliche, nicht-zufällige, selbstreferentielle zelluläre Problemlösung.

Evolvability

Diese neue Form der Lösung der Idee der Evolutionsproblematik wurde nötig, da sich immer mehr herausstellte, dass die klassische moderne Synthese der Evolution, die rein auf Zufall der Mutation + Notwendigkeit der Selektion basiert, nicht zu den momentan vorhandenen Strukturen führen kann. Vor allem haben die Creationisten und Intelligent Designer Anhänger deutlich gemacht, dass sich diese Zusammenlagerungen von Aminosäuren zu einem passenden Protein nicht zufällig ergeben können. Die Möglichkeiten für ein typisches 300 Aminosäure langes Protein sind 20 hoch 300 . Eine unvorstellbar große Zahl, x mal so groß, wie alle Atome des bekannten  Universums. Es braucht hier also Prozesse und Strukturen, die den Zufall reduzieren. Allgemein hat man die Aufgabe dieser Vorgänge als Erhöhung der Evolvierbarkeit (Evolvability) angeschaut. Wenn z.B. eine Zelle eine Mutation hat, die es ihr erleichtert Zucker effektiver umzuwandeln, aber den Nachteil, dass dieser Zucker sich in bestimmten Kompartimenten ansammelt, kann sie sich vielleicht mit einer anderen Zelle vereinigen, um diesen Missstand abzuhelfen. D.h. die Zelle ist nicht nur passiv, sondern reagiert aktiv (wie ein Agent)und intelligent auf bestimmte zufällig herbeigeführte Situationen. Dadurch kann Sie die Anzahl vorteilhafter Mutationen erhöhen und damit die Evolvierbarkeit, sodass sich die Evolution beschleunigt.
Im Vererbungschma Waddington sind einige Vorgänge dargestellt, die diese Evolvierbarkeit erhöhen.

Vererbungsschema von Waddington

Waddington hat gewissermaßen in den 60iger Jahren schon den Rahmen geschaffen, indem sich die cognitive Zelle oder der cognitive Zellverband evolvieren können.
Phänotypische Vererbung macht es möglich, dass sich zunächst etwas durch die aktive Anpassung einer messenden cognitiven Zelle verändert, das dann anschließend erst genetisch fixiert wird.


Die Entstehung des Lebens

 (Übergang von der Chemie zur Biologie)

Die Entstehung des Lebens stellt einen ungeheueren Übergang von 9 Größenordnungen dar. Der Übergang von einem chemischen Molekül zum Bakterium entspricht einem Übergang von einer Prise Salz zu einer Gruppe von 700 Elefanten. Wie soll sich dieser Übergang vollziehen?

Übergang von einer unorganisierten Komplexität in eine organisierte und funktionale

Außerdem findet ein Übergang von einem nicht organisierten nicht funktionalen in einen absichtsvollen funktionalen Zustand statt, wie man sich ihn vorstellen kann als Übergang von einem chaotischen Salat von Gegenständen in eine vom Menschen geschaffene Fabrik.

Dieser Übergang entspricht dem eines chaotischen Molekülsalats in eine hochorganisierte Zelle. Die große Frage ist, wie haben sich diese Übergänge vollzogen?

Widerspricht Leben dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik?

Der 2. Hauptsatz der Thermodynamik gibt an, dass die Entwicklung eine Richtung hat, nämlich in Richtung größerer Unordnung, bzw. in Richtung größerer Wahrscheinlichkeit von Zuständen. Z.B. wenn man eine kalte Eisenplatte neben einer warmen plaziert, so gleicht die Wärme sich aus. 
Ein anderer Vergleich für die Richtung, die thermodynamisch möglich ist:
Einfach ist es aus einem Ei Rührei zu machen, während es unmöglich ist, daraus wieder das Ei entstehen zu lassen.
Deshalb erscheint eigentlich die Entstehung des Bakteriums aus seinen zusammengewürfelten Bestandteilen unmöglich (siehe unten)

Das Auftauchen von Leben, das große Rätsel

Nun gibt es jedoch dynamische Vorgänge wie z.B. eine Fontäne oder benar`sche Zellen (Bild siehe weiter oben), die relativ stabile Strukturen darstellen, die jedoch nur zeitlich ihre Form behalten, aber sich materiell ständig wandeln, weil ständig anderes Wasser die Fontäne und die Benar`schen Zellen durchläuft. Analoges gilt für die DKS-Struktur (dynamic kinetic stability),  die wir selbst haben: Wenn man selbst in den Spiegel schaut und dann erst wieder 10 Jahre später, so erkennt man sich im mittleren Alter sehr gut wieder, obwohl kein Molekül im Körper noch das gleiche ist, wie vor 10 Jahren. Wir haben also in all diesen Fällen einen hohen Material- und Energiedurchsatz, der unsere Struktur in ähnlicher Weise erhält wie die funktionierende Pumpe im Fall der Fontäne. Sobald wir nichts mehr Essen, sterben wir, genauso wie das Bakterium auf dem Bild.
Die bisher ungelöste Frage ist: wie ist Leben entstanden?


Chemische Konzepte der Entstehung

 des Lebens 

Momentan gibt es eine gewisse Vorstellung, wie das Leben entstanden sein könnte. Dazu braucht man zwei Konzepte:

Das Replikatorprinzip und die Autokatalyse 

Dabei sorgt das Replikatormolekül dafür, dass aus einem Molekül zwei gleiche neue Moleküle entstehen.
In der DNA kommen  4 verschiedene Bausteine vor, aus denen das Molekül prinzipiell besteht. Die Abfolge der Bausteine, beim Menschen (insgesamt 3 Milliarden) soll bei der Replikation erhalten bleiben.
Das Prinzip der Autokatalyse sorgt dann dafür, dass der Aufbau und Abbau von Molekülen, die am Replikatormolekül beteiligt sind, sich ausgleicht.

Hier sieht man den begrifflichen Übergang von der Physik/Chemie zur Biologie

Die Entstehung von Leben ist dann möglich, wenn ein Replikationsprozess kombiniert mit der Autokatalyse sich selbst erhält und in der Zelle eine Homeostasefunktion auftritt, die für die Aufrechterhaltung dieses Zustands sorgt. Nur dann kann sich die dynamische kinetische Stabilität (DKS) erhalten. Eine spektakuläre DKS Gestalt zeigt die Belousov Zabotinski Reaktion (siehe das Video unten).
Im Bereich des Lebens findet man diese Struktur wieder und zwar bei der Aggregation von Schleimpilzzellen der Art Dictyostelium discoideum zu einem Zellhaufen. Durch ein Dunkelfeldmikroskop aufgenommen werden die verschiedenen Phasen der Zellbewegung und Ruhe als optisch unterschiedlich dichte Streifen sichtbar, die dem gleichen dynamischen Muster folgen wie bei der Belousov Zabotinski Reaktion. Schleimpilze können jedoch diesen Zustand gezielt hervorrufen und zwar immer dann, wenn sie hungern, strömen sie auf diese Weise zusammen. D.h. hier kann man den Übergang von Chemie in Biologie am deutlichsten sehen. Dieser Übergang ist mit der Homeostasefunktion verbunden und damit mit der Cognition.

Addy. Pross findet eine Analogie von Begriffen physisch/chemischer Natur  mit biologischen Begriffen: der Begriff der Fitness entspricht dabei der DKS (siehe Diagramm oben). Sodass sich dadurch auch die Ähnlichkeit der chemischen Evolution mit der biologischen zeigt.
Die DKS Strukturen evolvieren in Richtung größerer dynamischer kinetischer Stabilität durch komplexere Strukturen. Der entscheidende Schritt zum komplexen biologischen Leben ist die Homeostasefunktion des DKS-Stadiums mit Hilfe der Cognition.

Belousov Zabotinski Reaktion 

(chemische DKS -Reaktion)

oxidierte und reduzierte Zonen unterscheiden sich über die Farbe des Redoxindikators

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Aggregation bei Schleimpilzen (Dictyostelium discoideum)

(Biologische DKS Struktur)

(aufgenommen durch ein Dunkelfeldmikroskop, 
dunkle Bereiche zeigen Bewegung an)

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Zustimmen & anzeigen

Die dynamische Gestalt, die DKS-Struktur entspricht in der Anfangsphase genau der der Belousov Zabotinski Reaktion. Der Unterschied besteht jedoch darin, dass die Dictyosteliumzellen in der Lage sind, diese Struktur selber herzustellen und aufrechtzuerhalten, d.h. dass sie homeostasefähig sind und deshalb als cognitiv bezeichnet werden müssen.